Klimaschutz eine Aufgabe der Nationalen Verteidigung? Neue Töne aus den USA


Klimaschutz ist nix für irgendwelche Ökopaxe. Das ist nun Angelegenheit des Militärs.
Neue Töne aus den USA.
Präsident Obama hat in einer Rede vor Kadetten, die ihre Ausbildung abgeschlossen haben, genauer erläutert, wie er das sieht mit dem Klimawandel (climate change) und dem Militär. Es lohnt, diese Rede genauer zu studieren.
Was ist der Kern seiner Rede?
„And this brings me to the challenge I want to focus on today — one where our Coast Guardsmen are already on the front lines, and that, perhaps more than any other, will shape your entire careers — and that’s the urgent need to combat and adapt to climate change„.

Klimawandel – nur etwas für Ökopaxe? Weit gefehlt, denn nun führt er seine Unterstützer ein:
„But the best scientists in the world know that climate change is happening. Our analysts in the intelligence community know climate change is happening. Our military leaders — generals and admirals, active duty and retired — know it’s happening. Our homeland security professionals know it is happening. And our Coast Guard knows it’s happening“.

Das sind neue Töne.
Klimawandel wird zum Thema von Geheimdiensten, Militär und sogar vom „Homeland Security“. Und da hört für einen Amerikaner nun wirklich der Spaß auf.
Das ist Chefsache.

Nun weiß der aufmerksame Beobachter der amerikanischen Politik, dass sowohl Geheimdienste als auch Militär schon vor etwa drei Jahren davon gesprochen haben, der Klimawandel sei für die USA „ein größeres Risiko als der internationale Terrorismus“.
Aber wenn nun der „Oberbefehlshaber“ in einer öffentlichen Rede, die auch noch ausführlich vom Weißen Haus in alle Welt kommuniziert wurde, klar macht, dass die „nationale Sicherheit“ berührt sei, dann muss man das registrieren.
Denn es wird Auswirkungen haben. Zum Beispiel auf die NATO.
Die werden sich nun nach einer Rede des Präsidenten nicht gleich alle grüne Mützchen aufsetzen oder eine Solaranlage auf den Panzer schrauben, aber sie werden miteinander besprechen, was denn der Klimawandel für die Sicherheit des Bündnisses bedeutet.
Kritiker meinen: „So eine Rede hat keinerlei Bedeutung. Obama ist eine „lamed duck“, eine „lahme Ente“, weil er gar nicht die benötigten Mehrheiten in Kongress und Senat hat, um konkrete Politik zu ändern. Mag sein.
Dennoch ist er noch im Amt. Er kann freier sprechen, als wenn er noch eine Wahl zu bestehen hätte.
Er kann Orientierung geben.
Noch ist er der Oberbefehlshaber des amerikanischen Militärs.

Und interessanter Weise hat Hillary Clinton das Thema „climate change“ zum Wahlkampfthema gemacht.

Man darf gespannt sein, was sich da tut jenseits des großen Teichs.

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