Etwas von Lampedusa, vom Kaffee, von Geld und Gerechtigkeit. Teilen hilft!


Wieder sind Flüchtlinge aus Afrika auf der italienischen Insel Lampedusa eingetroffen.
Europa schottet seine Grenzen ab. Die reiche Welt macht dicht.
Viele der Flüchtlinge in Nordafrika kommen aus anderen afrikanischen Ländern. Sie ziehen nach Norden, weil sie in ihrer Heimat keine Zukunft mehr sehen.
Wer den Flüchtlingen wirklich helfen will, muß helfen, daß sie gar nicht erst auf die Flucht müssen.
Man kann das von „der Politik“ fordern. Das ist wohlfeil und kostet nichts.
Man kann aber auch selbst sehr konkret und sehr wirksam helfen.
Wie?
Indem man die größte deutsche Stiftung für microfinance, Opportunity International Deutschland, unterstützt.
Seit einigen Jahren bin ich Schirmherr bei Opportunity. Es ist eine gute und sehr wichtige Arbeit, die da geleistet wird.
Journalisten wie Helmut Burlager unterstützen die Arbeit. In seinem blog pflegt er eine umfangreiche Datensammlung rund um das Thema microfinance.
Worum geht es bei der Arbeit von Opportunity International?
Es geht darum, den Menschen zu helfen, daß sie ihre Familien selbst ernähren können.
Ein kurzes, fünfminütiges Video aus Uganda zeigt, wie die Microfinance-Arbeit von Opportunity International konkret aussieht.
Am Beispiel eines einfachen Kaffee-Bauern.
Was also lässt sich konkret tun?
1. Man kann über die Arbeit von Opportunity International Deutschland berichten: auf dem blog, per facebook und twitter. Opportinity ist in den Netzwerken vertreten. Man kann die Seiten posten, teilen und kommentieren und so zur Verbreitung beitragen. Das ist wichtig: denn: Mundfunk schlägt Rundfunk. Die sozialen Netzwerke haben eine größere Reichweite als print und Fernsehen….
Opportunity International Deutschland hat z.B. auf seiner facebook-Seite mittlerweile sehr schöne kurze Videos, Fotos, Reiseberichte von Spendern etc. bereitgestellt. Jedes einzelne davon ist ein posting wert…..

2. Man kann Opportunity International einladen. Das Büro ist in Köln. Telefonnummern und mail-adresse finden sich auf der Homepage http://www.oid.org.
zu einem Vortrag, zu einer Bank-Ausstellung; zu einer Veranstaltung.

3. Man kann Geld geben. Das Gute an microfinance: einmal gegebenes Geld wirkt immer wieder. Denn es entsteht ein Geld-Kreislauf.

4. Man kann eine „trust-Bank“ gründen. Zusammen mit Freunden, mit Kollegen, mit Bekannten. Es gibt sehr schöne Beispiele von solchen Patenschaften. 5.000 Euro sind nötig für eine solche Microcreditgruppe, damit sie mit der Arbeit anfangen kann. Diese 5.000 Euro helfen etwa 12.000 Menschen!

5. Das allerwichtigste – und ich sage das vor allem den vielen jungen Leuten, die bei facebook, twitter, youtube usw. unterwegs sind: erzählt von dieser Arbeit! Ein paar Klicks genügen.
Teilt die Seite von opportunity International Deutschland. Verbreitet die Information über diese wichtige Arbeit!
Es ist ein sehr konkreter und sehr wirksamer Beitrag.

Es wird viel gespielt und geredet, gezwitschert und getratscht in den Netzwerken.
Aber man kann die Netzwerke auch als politisches Instrument einsetzen.
Man kann mit Hilfe der Netzwerke sehr sinnvolle Hilfe leisten.
Damit Menschen gar nicht erst auf die Flucht müssen.
Weil dadurch Organisationen wie Opportunity ihre Arbeit tun können, damit Menschen ihre Familien selbst ernähren können.

Ich schreibe diesen Text für die vielen Menschen, die sich Sorgen machen um die Zukunft der Flüchtlinge in Lampedusa.
Wir können keine Soforthilfe leisten – das müssen die europäischen Staaten tun. Sie müssen auch für eine gut ausgestattete staatliche Entwicklungspolitik sorgen.
Die europäischen Staaten sind aufgefordert, endlich ihre Märkte zu öffnen.
Denn besonders ihre Agrar-Subventionspolitik hat ein gehöriges Maß Anteil an der Ungerechtigkeit, die die Menschen vom afrikanischen Kontinent zur Flucht zwingt.
Wir Bürger jedoch können anders helfen – indem wir Organisationen wie Opportunity International Deutschland stärken.
Dazu lade ich herzlich ein.

Teilen hilft.

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2 Gedanken zu “Etwas von Lampedusa, vom Kaffee, von Geld und Gerechtigkeit. Teilen hilft!

  1. Genau das stört mich bei den „Grenzen Dicht“- Gekreische. Ok, wir können nicht alle aus Afrika aufnehmen, schon klar. Aber dann muss man sich, und ich wiederhole mich da zum 100000000. mal, für Gerechtigkeit einsetzen, so dass die Leute keinen Grund mehr für Migration haben. Und eben das vermisse ich bei den „Grenzen dicht“- Schreiern, die mit Vorliebe mit der Gutmenschenkeule wedeln. Das ist überhaupt etwas, was mir gewaltig auf den Nerv geht zur Zeit, diese enorme Polarisierung. Die Linksgrünen schwingen gern die Nazikeule, die Rechtskonservativen die Gutmenschenkeule. Beides bringt uns nicht weiter.
    Eine Rolle für Migration spielt aber auch das falsche0 Bild und die unrealistischen Erwartungen, die viele Afrikaner / Asiaten von Europa haben. Viele denken tatsächlich, sie würden schon „irgendwie“ einen Job finden, oder dass das Geld hier auf Bäumen wächst.

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