Kampagne zur Gründung von 100 neuen Trust banks.


Die Tagesmeldungen: 4 tote Soldaten in Afghanistan. Die Debatte um einen Abzug der deutschen Soldaten nimmt an Schärfe zu. Umfragen sagen, daß 62% der deutschen Bevölkerung für einen Abzug plädieren. In NRW gewinnt der Landtagswahlkampf an Fahrt. Aus Island wird der Ausbruch eines Vulkans gemeldet, dessen Aschewolke den Flugverkehr in Europa stark einschränken kann.

An diesem Tag sage ich dem CEO von Opportunity International Deutschland Stefan Knüppel zu, mit Vorträgen und Kontakten zu helfen, daß opportunity im Laufe eines Jahres bis zu 100 neue trust banks gründen kann, um besonders armen Menschen in Entwicklungsländern eine Chance zu geben, daß sie ihren Lebensunterhalt selbst verdienen können.
Was sind trust banks? Sie werden von gemeinnützigen Organisationen der Mikrokreditbewegung (Friedensnobelpreis 2006) gegründet, damit die Menschen, die bei „normalen“ Banken als kreditunwürdig gelten, Zugang zu Kapital bekommen. Die Kredite liegen im Schnitt in einer Größenordnung von umgerechnet 100 – 150 Euro.
Das Prinzip ist einfach und klar: niemals bekommt eine Einzelperson einen Kredit, sondern immer eine Gruppe von Kreditnehmern. Die Gruppe haftet für jedes Mitglied, falls es nicht in der Lage sein sollte, den Kredit zurück zu zahlen. Die Erfahrungen in der Mikrokreditarbeit zeigen: besonders Frauengruppen haben eine sehr hohe Rückzahlungsquote von etwa 97% der ausgereichten Kredite.
Ich habe mir eine solche Bank in Mocambique angesehen: für die Analphabeten gibts ein modernes finger-print-system: man kann mit seinem Fingerabdruck ein Konto eröffnen.
Die Partner in den jeweiligen Ländern achten sorgfältig darauf, daß die Kreditnehmergruppen auch Aus- und Weiterbildung erfahren. Hygiene und AIDS-Prävention gehören ebenso dazu wie der Umgang mit dem Kredit.
Es geht im Kern darum, den Menschen, die im „normalen“ Geschäftsleben keine Chance haben, den winzigen Betrag zu bekommen, den sie für ein kleines Geschäft oder die notwendige Erweiterung eines bestehenden Geschäfts benötigen, dieses Geld anzuvertrauen.
Vertrauen ist der Schlüssel zum Erfolg.

Wir sind derzeit dabei, für den Herbst 2010 und den Beginn des Jahres 2011 eine Kampagne in Deutschland vorzubereiten, die die Gründung von 100 weiteren trust banks zum Ziel hat.
5.000 Euro reichen bereits aus, um eine solche Bank zu gründen. Wir wollen also 500.000 Euro einwerben.
Der große Vorteil eines Mikrokredits, ausgereicht über eine trust bank: einmal gegebenes Geld fließt zurück und kann erneut für neue Aufgaben eingesetzt werden.
Mit einer einmaligen Spende kann man mehrfach Gutes tun.
Es geht darum, den Ärmsten in den Armen Ländern der Welt, insbesondere in Afrika, die Chance zu geben, „die unterste Sprosse der Leiter“ (Jeffrey Sachs: Das Ende der Armut) zu ergreifen.
Dabei will ich mit helfen. Ich will mich nicht damit abfinden, daß die Verursacher der Weltwirtschaftskrise sich an der Finanzierung der Folgen ihres Tuns nicht beteiligen. Deshalb unterstütze ich die Einführung einer Finanztransaktionssteuer zugunsten der Länder, die unter der Weltwirtschaftskrise besonders zu leiden haben.
Doch bis eine solche Steuer kommt, ist noch ein weiter Weg zu gehen.
Wir können diese Zeit nutzen, schon mit wirkungsvollen Maßnahmen zugunsten der Entwicklungsländer zu beginnen.
Deshalb unterstütze ich die Kampagne.
Wir werden viele Unterstützer brauchen. Aber die Chancen, das Ziel zu erreichen, sind gut. Denn die Menschen sind eher bereit, eine einmalige Spende zu geben, als sich dauerhaft zu binden.
Opportunity International ist ein weltweites Netzwerk, das über 1,5 Millionen Klienten betreut. Opportunity International Deutschland/Schweiz ist Teil dieses Netzwerks.
Die private deutsche Stiftung hat sich mittlerweile einen guten Ruf erarbeitet – ein Grund mehr für mich, sie weiter zu unterstützen.
Ich werde ab sofort durch Vorträge und andere Veranstaltungsformen helfen, den Gedanken der Mikrokreditarbeit von opportunity International Deutschland weiter bekannt zu machen und Geld einzuwerben, damit wir unser Ziel erreichen können.
Jede Unterstützung ist willkommen.

Wer bereit ist, eine Veranstaltung zum Thema „Wir gründen eine Bank“ vorzubereiten, kann sich direkt an mich wenden.
Wer mehr über die Arbeit von Opportunity International Deutschland erfahren möchte, sei auf die Internetpräsenz http://www.oid.org
sowie die Facebook-Gruppe

http://www.facebook.com/opportunityde?ref=ts

verwiesen.

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