Birthday im Netz – die Sache mit dem birthday click


Bei Charity:water bin ich drauf gekommen.
Diese vorzügliche Kampagne zur Versorgung vieler Zehntausender Menschen mit frischen Wasser (über ein Drittel der Menschheit hat keinen Zugang zu sauberem Wasser) fing so an: mit einer Geburtstagsmail. Der Gründer bat seine Freunde anlässlich seines Geburtstages (ich glaub, es war der 30.) um 30 Dollar Spende für den Zweck. Später folgten 31, 32 etc. pp. das ist alles auf der Homepage von charity:water schön nachzulesen.

Bei mir sind’s heute 53 Jahre geworden, ein Alter, in dem man zu Mozarts Zeiten schon zu den Uralten gehört hätte….Und: um 53 Euro für die drei von mir unterstützten Organisationen, mit denen ich seit Jahren verbunden bin, wollte ich auch nicht bitten, denn das ist ne Menge Geld.

Aber: um einen Click kann ich bitten.
Also gibt’s heute “Die Sache mit dem birthday-click”.

Ich bin sehr dankbar, daß sich Freunde im Internet daran beteiligen.
Eine kleine Notiz war schnell geschrieben mit den links zu

http://oid.org

http://www.andheri.de

http://www.gruenhelme.de

Diese drei liegen mir am Herzen. Ich kenne Dr. Rupert Neudeck seit langen Jahren. Wir waren in Afghanistan zusammen und in Tadshikistan, in Nordkorea und anderen Orten. Berühmt geworden durch seine Arbeit mit der “Cap Anamur” jenem legendär gewordenen gemieteten Frachter, mit dem der damals junge Journalist des Deutschlandfunk mit bloßen Händen Boat-People – Flüchtlinge also, aus dem Meer gezogen hat. Viele Tausend Menschenleben hat er so gerettet. Nach dem 11. September haben wir die “Grünhelme” gegründet als “zivile Antwort”, als Versuch, in praktischer gemeinsamer Arbeit zur Versöhnung zwischen den Religionen beizutragen.
Über dreißig Schulen haben die Grünhelme mittlerweile in Afghanistan gebaut, wir sind im Kongo, waren die ersten im Irak. Haben die erste Solaranlage nach Afghanistan gebracht, um ein Krankenhaus mit Strom zu versorgen. Die Berliner Firma SOLON hat geholfen.
Diese jungen Menschen, die für die Grünhelme mal für drei Monate ins Projekt gehen, haben mich ungemein beeindruckt. Für ein Taschengeld, eine kleine Versicherug und die Reisekosten gehen sie los. Hoch engagiert, hoch motiviert. Einfach wunderbare Menschen. Nun wollen wir nach der grossen Flut ein Projekt in Pakistan beginnen. Die Menschen brauchen wieder ein Dach über dem Kopf.

Rosi Gollmann von der Andheri-Hilfe in Bonn lernte ich 1999 kennen. Ich las von ihr im Internet, bat um einen Termin und hab sie besucht.
Als ich jene Figur an der Wand in ihrem Haus sah, die schon so viele beeindruckt hat, war ich sofort dabei: da hängt ein Corpus, eine Christus-Darstellung also. Aber: sie hat keine Hände. “Ich habe keine Hände außer Euren” steht darunter.
Die Andheri-Hilfe hat als kleine private Initiative der Religionslehrerin Rosi Gollmann angefangen. Blindenhilfe in Bangladesh.
Mittlerweile ist die Andheri-Hilfe zu einer international hochgeachteten NGO geworden, die ländliche Entwicklung ebenso wie Frauenförderung unterstützt.
Über 1 Millionen Menschen können wieder sehen, weil die Andheri-Hilfe mit den eye-camps in Bangladesh einfache Operationen am Star ermöglicht hat. Altbundespräsident von Weizsäcker hat über diese Arbeit gemeint: “ich kenne keine effektivere Art der Entwicklungshilfe”, denn für umgerechnet etwa 30 Euro kann einem Menschen das Augenlicht zurückgegeben werden: er kann lernen, kann selbständig für sich sorgen.
Franz Alt hat die Arbeit in mehreren Filmen gut dokumentiert.

Die beiden Grandes der deutschen Entwicklungshilfe wurden ergänzt durch einen Vertreter der nächsten Generation: Stefan Knüppel

Ich lernte den CEO von opportunitiy International, Stefan Knüppel, auch übers Internet kennen. Eine Ticker-Meldung im Ministerium teilte mit, daß dieser Mann ein sehr gutes Job-Angebot in der Wirtschaft ausgeschlagen habe und stattdessen – als gelernter Banker – seine Kenntnisse der Mikrokreditarbeit zur Verfügung stellen werde. das hat mich interessiert, ich habe Kontakt zu ihm aufgenommen, wurde Schirmherr und unterstütze diese unglaublich wichtige Arbeit nun auch schon seit etlichen Jahren.
Die Mikrokreditarbeit ist 2006 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden. Mit Stefan Knüppel war ich in Mosambique, um mir die Arbeit vor Ort anzuschauen. Es ist eine gute Arbeit. Menschen nicht ein Almosen zu geben, sondern einen winzigen Kredit von ein paar Dollar, damit sie durch eine kleine Investition sich und ihre Familien selbst ernähren können. Das weltweite Netz von Opportunity international betreut mittlerweile weit über 1 Million Klienten.
Nun haben wir etwas Neues vor: 100 neue trust-banks wollen wir gründen. 100 neue Kreditnehmer-Gruppen. 100 neue “Banken des Vertrauens”, oder “Banken mit Herz”, wie wir sie nennen.

Diese Drei also hab ich heute früh gepostet an meine Internet-Freunde.
Ähnlich, wie es bei charity-Water angefangen hat. Anlässlich eines Geburtstages.

Ich freue mich sehr über die Resonanz.
Die Freunde posten die Notiz weiter, helfen, daß “Die Drei” bekannter werden.
Und tun mit wenig Aufwand etwas sehr Schönes ann diesem Tag.

Ich danke Euch allen herzlich für diese Unterstützung!
Das ist ein guter Geburtstag!

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Kommentare

  • Robert  On Oktober 30, 2010 at 16:36

    Das ist mal ein aufklärender Eintrag, danke. Sollte man sich mal Gedanken drüber machen. Generell find ich diesen Blog einen RSS-Feed wert. Hab den Blog abonniert!

    Weiter so!

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